Weihnachtsreise um die Welt

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Weihnachtsbräuche machen die Adventszeit noch bezaubernder! In anderen Ländern ist das weihnachtliche Brauchtum häufig deutlich anders gestaltet als bei uns. Auch das Festmahl unterscheidet sich im internationalen Raum – jedes Land hat sein eigenes Rezept für kulinarische Weihnachtsfreuden.

 

Kommen Sie mit uns auf eine Weihnachtsreise um die Welt – und damit Sie sich ein bisschen Urlaubsfeeling nach Hause holen können, haben wir zu jedem Land unser Lieblingsrezept „verraten“!

 

Griechenland

In Griechenland ziehen die Kinder und Jugendlichen am 24. Dezember mit Trommeln und Glocken durch die Straßen und singen Lieder um die Nachricht von der Geburt Christi zu verbreiten. Dafür bekommen sie von den Erwachsenen Süßigkeiten oder etwas Geld. Die großen Geschenke bekommen sie erst in der Silvesternacht. Der Silvesterabend gilt als der Anfang von etwas Neuem und spielt eine wichtige Rolle. Hier kommt die Familie zusammen, es wird gespielt und gut gegessen. Ebenso gibt es traditionell einen Kuchen, indem eine Münze eingebacken ist. Wer die Münze findet, hat angeblich das ganze Jahr über Glück. "καλά Χριστούγεννα / kalá Christoúgenna" - Frohe Weihnachten!

 

Rezept für einen Ravani - saftig süßer Grießkuchen aus Griechenland

 

Zutaten

Für den Teig

  • 150 g Weichweizengrieß
  • 125 g Mehl (Type 405)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Olivenöl
  • 5  Eier (getrennt)
  • 1  Orange Abrieb und Saft

Für den Zuckersirup

  • 125 g Zucker
  • 125 ml Wasser
  • 1 EL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Eiweiß steif schlagen und beiseitestellen.
  2. Orange gut waschen, die Schale dünn abreiben und anschließend den Saft auspressen.
  3. In einer separaten Schüssel Grieß, Mehl, Backpulver, Zucker, Olivenöl und Eigelbe zu einem Teig verrühren. Orangenabrieb und -Saft unterrühren und anschließend das steifgeschlagene Eiweiß unterheben.
  4. Eine Backform (rund mit 28 cm Durchmesser oder eine eckige Brownie-Backform) mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 180°C Umluft ca. 30 Minuten backen.
  6. In der Zwischenzeit aus Zucker, Wasser und Zitronensaft einen Zuckersirup herstellen. Dafür das Wasser zum Kochen bringen, den Zucker dazugeben und unter Rühren leicht kochen lassen bis der Sirup ganz klar ist.
  7. Nach der Backzeit den Grießkuchen aus dem Ofen nehmen und sofort (!!!) mit dem Zuckersirup übergießen.

 

 

 

 

Kenia

In Kenia trifft man sich am Heiligen Abend zu einem großen Festmahl. Danach haben die Kinder viel zu tun: Sie müssen das Haus reinigen, dekorieren und das Essen für den nächsten Tag vorbereiten, denn der 25. Dezember wird groß gefeiert. Nachdem eine Ziege geschlachtet und das Fleisch in der Familie verteilt wurde, gehen die Kenianer von Haus zu Haus, um überall fröhliche Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang wird bis in den Morgen getanzt. Diese Weihnachtsbräuche sind in Kenia jedoch nur bei den reicheren Familien möglich. Ein Christbaum ist ein Zeichen des Wohlstandes - man findet aber ausschließlich Plastikbäume, da es in Kenia keine echten Nadelbäume gibt. Aber auch in ärmeren Familien wird Weihnachten mit gutem Essen gefeiert. Üblicherweise gibt es dann Huhn, Truthahn oder Chapati-Brot. "Krismasi Njema" - Frohe Weihnachten!

 

Rezept Chapati-Brot (2 große Fladen)

 

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 1050
  • 8 g Salz
  • 130 g lauwarmes Wasser
  • Reichlich Sonnenblumen- oder Olivenöl zum Bespreichen

Zubereitung

  1. Die Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig vermengen und 10 min zugedeckt ruhen lassen
  2. Danach den Teig 10-15 Minuten lang kräftig mit den Handballen kneten und falten, bis er ganz elastisch, geschmeidig und nicht mehr klebrig ist
  3. 30 Minuten ruhen lassen
  4. Den Teig halbieren, zu einem dünnen Fladen ausrollen, mit Öl bestreichen und wieder einrollen
  5. Behutsam mit der Handfläche hin und her rollen – dann fester rollen, bis sich die Schichten wieder zusammenheften
  6. Den Teig zu einem Strang formen und anschließend zu einer Schnecke zusammenrollen
  7. Die Schnecke für 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen
  8. Die Schnecke muss nun in Pfannengröße ausgerollt und in einer Pfanne mit heißem Öl eine Minute kräftig erhitzt werden (Vorsicht, der Teig kann schnell verbrennen).
  9. Sobald sich Blasen auf der Oberfläche bilden, den Fladen mit Öl bestreichen und umdrehen.
  10. Nun das gleiche mit der andren Seite machen – das Chapati darf nicht länger als 3 Minuten gebacken werden

Wir empfehlen dazu einen Hummus Dip aus Kichererbsen.

 

 

 

Norwegen

In Norwegen hat Weihnachten viel mit einem tief verwurzelten Aberglauben zu tun. In der Weihnachtsnacht ist die große Putzaktion unmöglich, denn alle Besen und Wischmops sind verschollen. Der Grund dafür ist der Glaube, dass in dieser Nacht alle Hexen und Geister aus ihren Verstecken kommen um Unfug mit dem Besitz der Menschen zu treiben. Die Hexen suchen nach Besen um damit fliegen zu können und für Chaos zu sorgen, weshalb diese ganz einfach versteckt werden. Und um auf Nummer sicher zu gehen, wird vorsichthalber gerne auch noch mit einem Gewehr in die Luft geschossen – so werden die Hexen direkt vertrieben und kommen gar nicht erst ins Haus. Im Mittelpunkt steht aber trotzdem die Familie, welche am 24. zusammen kommt und auf den Weihnachtsmann wartet. Und um Julenisse - den Weihnachtsmann – zu beglücken, wird an Heiligabend eine große Schüssel Milchreis mit Butter, Zimt und Zucker auf die Fensterbank gestellt. „God Jul“ – frohes Weihnachtsfest!

 

Rezept norwegischer Milchreis

 

Zutaten

  • 400 g Reis (gekocht und am besten vom Vortag)
  • ½ l Milch
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Rosinen
  • ½ Tl Kardamom (gemahlen)
  • 4 El Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Tl Zitronensaft
  • 2 Tl Zimt
  • 1 El Butter

Zubereitung

  1. Den Reis mit Milch, Salz und Rosinen vermischen und etwas ziehen lassen.
  2.  Zum Kochen bringen. Kardamom und Zucker dazugeben und die Mischung 10–15 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Sollte der Reis zu dick werden, etwas Milch nachgießen.
  3.  Vom Herd nehmen und verschlagenes Ei und Zitronensaft unterrühren. Den fertigen Milchreis nach Belieben mit Zimt bestreuen und mit kleinen Butterflöckchen garnieren.

 

 

 

Rumänien

In Rumänien ist Weihnachten, die Geburt von Jesus Christus, das wichtigste Fest des Jahres und voll von Bräuchen. In traditionellen Gewändern ziehen Gruppen singender Kinder – die Colindători – von Haus zu Haus und erhalten dafür Süßigkeiten, Obst, Kuchen oder etwas Geld. Begleitet werden die Kinder von einer Capra, einer als Ziege verkleidete Person, welche Späße treibt und die Familien erschrickt. Am 25. Dezember wird außerdem die zuvor gegangene 6-wöchige Fastenzeit gebrochen. Traditionell gibt es an Weihnachten Sarmale (Schweinefleisch, Reis und Krautblätter), Mamaliga (Maisgrieß), Würste und roten Wein. „Craciun Fericit“ – fröhliche Weihnachten!

 

Rezept rumänische Sarmale

Zutaten

  • 1 Stück sauer eingelegten Weißkohl oder Weißkohl frisch
  • 500 g Hackfleisch gemischt
  • 300 g Bauchspeck oder geräucherten Kassler
  • 200 g Saure Sahne
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Esslöffel Reis
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Esslöffel Senf
  • 1 Teelöffel Pfeffer
  • 1 Teelöffel Paprika edelsüß
  • 3 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Thymian
  • 2 Lorbeerblätter

Bei Verwendung von frischem Kohl zusätzlich: 

  • 150 ml Balsamico Essig
  • 1 Esslöffel Salz

Zubereitung

Vorbereitung mit sauer eingeletem Kohl...

  1. Den Strunk aus dem Kohl herausschneiden.
  2. Vorsichtig 12-16 Stück der großen Blätter ablösen und den harten Teil des Blattes filetieren (wegschneiden) ohne das Blatt zu beschädigen.
  3. Den Rest klein schneiden.

Vorbereitung mit Frischen Kohl...

  1. Einen großen Topf mit den 150 ml Balsamico Essig und dem Salz zum Kochen bringen.
  2. Den Kohl auf niedriger Flamme etwa 50 Minuten kochen. Nachdem er abgekühlt ist, den Strunk entfernen und Vorsichtig 12-16 Stück der großen Blätter ablösen.
  3. Den harten Teil der Blattes filetieren (wegschneiden) ohne das Blatt zu beschädigen.
  4. Den Rest klein schneiden.

Die Füllung...

  1. Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken.
  2. In einer Schüssel das Hackfleisch, die Zwiebel, den Knoblauch, den ungekochten Reis, das Ei, den Senf, Paprika, Salz und Pfeffer zu einer gleichmäßigen Masse vermischen.

Das Krautbett...

  1. Den Bauchspeck oder das Kassler in kleine Würfel schneiden.
  2. Den Boden eines großen Topfes mit einer Lage des geschnittenen Krauts bedecken.
  3. Darauf den Thymian, die Lorbeerblätter und den Bauchspeck (Kassler) verteilen.

Das Füllen...

  1. Je nach Größe der vorbereiteten Blätter können nun 2-3 Kleine Sarmale geformt werden.
  2. Je 1 Esslöffel von der Masse auf ein Blatt geben.
  3. Nun das Blatt erst Rollen und dann an den Enden einfalten.
  4. Nicht zu fest einrollen, da der Reis beim Kochen noch etwas Platz braucht.

Das Kochen...

  1. Auf dem Krautbett nun die kleinen Sarmale eng aneinander liegend verteilen.
  2. Darauf nun nochmal eine Lage von dem Geschnittenen Kraut.
  3. Falls noch Sarmale übrig sind, diese darauf verteilen und nochmal Geschnittenes Kraut darüber.
  4. Zum Schluss das Tomatenmark darauf verteilen und alles mit Wasser bedecken.
  5. Das ganze nun für etwa 1,5 Std. bei geringer Hitzezufuhr köcheln.
  6. Bei Bedarf nochmals etwas Wasser zugeben.

Die Soße...

  1. Nach dem Kochen einen Teil des Wassers auffangen und die Sahne einrühren.
  2. Wer mag, kann diese auch direkt auf die Sarmale geben.

 

 

Mexico

Auch im streng katholischen Mexico ist Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres. Die Reise nach Bethlehem von Maria und Josef wird an den neun Tagen vor dem Weihnachtsabend zelebriert. Dabei treffen sich Kinder und Erwachsene um die Reise nachzustellen. Sie wandern von Haus zu Haus, tragen Lieder vor und fragen symbolisch nach einer Herberge. Jedes Haus schickt sie wieder weg – bis sie bei ihrer „Posada – Unterkunft“ angekommen sind. Beim Posada-Abend gibt es dann eine große Feier mit Spielen, Gebeten und gutem Essen. Traditionell gibt es unter anderem Buñuelos (süsse Krapfen) und Ponche (Fruchtpunsch) – für die Erwachsenen Ponche con Piquete, also Ponche mit einem Schuss Tequila. Und natürlich darf die Piñata für die Kinder nicht fehlen – eine mit Süßigkeiten gefüllte, bunte Pappfigur, welche die Kinder mithilfe eines Stockes mit verbundenen Augen einschlagen müssen. Jeden Abend wird die Posada von einer anderen Familie veranstaltet. Am letzten Abend der „Las Posadas“, am Heiligabend, wird gemeinsam mit der Familie in der Kirche das Weihnachtsgebet gesprochen. Je nach Familienbrauch gibt es das Festessen auch erst nach der Mitternachtsmesse. „¡Feliz Navidad!“ – Frohe Weihnachten!

 

Rezept für einen weihnachtlichen Ponche

 

Zutaten

  • 7 mittelgroße Guaven (ersetzbar durch Guavensaft oder Guavengelee)
  • 5 Äpfel
  • 1/2 Kilo Tejocotes (ersetzbar durch Quitten oder mehr Äpfel)
  • 1 Tasse Rosinen
  • 3 geschälte Zuckerrohrstücke (kann man auch weglassen)
  • 1 Tasse Hibiskusblüten
  • 1 Tasse Tamarindenmark
  • 1 Stück Zimtstange
  • 3 Liter Wasser
  • 1 Piloncillo (mexikanischer Vollrohrzucker, kann durch Vollrohr- und Rohrohrzucker ersetzt werden)

Zubereitung

  1. Das Wasser mit der Zimtstange zum Kochen bringen.
  2. Sobald es zu sieden beginnt, kommen die Hibiskusblüten, das Tamarindenmark, die Tejocotes, die Äpfel, die Guaven und der Vollrohrzucker dazu.
  3. Den Punsch zugedeckt kochen lassen, bis die Früchte weich sind.
  4. Am Schluss die Rosinen dazugeben und heiß servieren.
  5. Je nach Lust und Laune kann ein Schuss Tequila hinzugegeben werden.
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